26.09.2017

Viele geschädigte Anleger im Grauen Kapitalmarkt wollten eine sichere Kapitalanlage und waren sich der Risiken, die sie eingingen, anscheinend nicht bewusst. Dies ergab eine Untersuchung, die die Verbraucherzentrale Hessen im Rahmen des Marktwächters Finanzen durchgeführt hat. In nahezu jedem dritten untersuchten Fall waren mögliche Schadensersatzansprüche bereits verjährt.

23.10.2017

Frankfurt/Berlin, 23. Oktober 2017. Als Geldanlage nutzen nur zwei Prozent der Befragten Crowdinvesting. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage, die die Verbraucherzentrale Hessen im Rahmen des Projekts Marktwächter Finanzen in Auftrag gegeben hat. Das Ergebnis zeigt außerdem: Es besteht durchaus Interesse an der neuen Investmentidee. Allerdings sind sich nicht alle Befragten der Risiken bewusst.

26.09.2017

Berlin/Frankfurt, 26. September 2017 - Für eine aktuelle Untersuchung dokumentierte und analysierte das Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Hessen 358 Rechtsberatungen der Verbraucherzentralen zu Schadensfällen auf dem Grauen Kapitalmarkt. Die Ergebnisse zeigen: 60 Prozent der Anleger dieser Stichprobe gaben eine sichere Kapitalanlage oder den Werterhalt als Ziel ihrer Anlage an. Die Auswertung der Fälle hat zudem ergeben, dass in jedem dritten Fall mögliche Schadensersatzansprüche verjährt sind.

28.06.2017

Dem Marktwächter Finanzen liegen Verbraucherbeschwerden aus zehn Bundesländern zu Kanzleien und Anlegerschutzvereinen vor. Diese sprechen gezielt Verbraucher an, die am Grauen Kapitalmarkt Verluste erlitten haben. Nach Einschätzung der Marktwächterexperten versuchen diese Anwälte, mit Versprechungen beispielsweise zur Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen, Verbrauchern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ein besonders drastischer Fall: Mitte Juni durchsuchten die Staatsanwaltschaft Gera und das LKA Thüringen eine Kanzlei in Jena wegen des Verdachts auf Betrug in Verbindung mit unerlaubter Werbung. Verbraucherschützer warnen vor dieser Masche.

12.06.2017

Wenn es aufs Gesparte fast keine Zinsen gibt, tauchen vermehrt Angebote für Gold als Geldanlage auf. Bei Werbeveranstaltungen werden Goldsparpläne vorgestellt.

31.05.2017

Jobangebote gekoppelt an riskante Anlagen des Grauen Kapitalmarktes oder den Abschluss von Versicherungen: Dem Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Hessen liegen dazu Hinweise vor, dass Anbieter vermehrt Stellenangebote an Geldanlagen binden. Auffällig sind vor allem Verbraucherbeschwerden zur A-FIN GmbH. Vermittler der früheren AFD Allgemeiner Finanzdienst GmbH empfehlen Bewerbern, für die Anstellung einen Geldanlagencheck durchzuführen sowie ihre Riester-Rente und Lebensversicherungen aufzukündigen, um dann das Geld in riskante Beteiligungen zu investieren.  

22.03.2017

Mit Zuschüssen vom Arbeitgeber und dem Staat in eine Wohnbaugenossenschaft investieren – das klingt nach grundsolidem Sparen. Doch Vorsicht! Mit überraschenden Telefonanrufen versuchen Wohnbaugenossenschaften, Verbrauchern einen Beitritt aufzuschwatzen, damit diese sich mit ihren Vermögenswirksamen Leistungen (VL) beteiligen.

03.03.2017

Beteiligungen, Nachrangdarlehen, Direkt­investments – der Graue Kapitalmarkt und seine Produkte sind den meisten Verbrauchern unbekannt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage, die die Verbraucherzentrale Hessen im Rahmen des Projekts Marktwächter Finanzen in Auftrag gegeben hat. Das Ergebnis zeigt außerdem: Risikohinweise sind für Verbraucher eine wichtige Entscheidungshilfe, doch wie eine Marktwächteruntersuchung zeigt, informieren Anbieter häufig intransparent.

Die überwiegende Mehrheit der Verbraucher kennt den Begriff „Grauer Kapitalmarkt“ nicht (66 %) oder nur dem Namen nach (27 %). Lediglich sechs Prozent der Befragten können erklären, worum es sich beim Grauen Kapitalmarkt handelt. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage durch das Marktforschungsinstitut Kantar EMNID im Auftrag des Marktwächters Finanzen der Verbraucherzentrale Hessen.

22.02.2017

Zum 3. Januar 2017 hat die Bundesregierung bei Direktinvestments ein Schlupfloch in der Regulierung des Grauen Kapitalmarktes geschlossen. Aber das Kleinanlegerschutzgesetz sieht weiterhin Ausnahmen vor. Dem Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Hessen liegen Hinweise vor, dass Anbieter diese nutzen um Vorschriften zu umgehen, die Verbraucher schützen sollen. Die Verbraucherzentralen bitten deshalb Betroffene um ihre Mithilfe: Verbraucher können Hinweise auf Unternehmen geben, die Vermögensanlagen ohne Prospekt und Risikohinweis anbieten.

13.02.2017

Frankfurt/Berlin, 13.02.2017 – Wegen nicht deutlich hervorgehobener und teilweise fehlender Risikohinweise in der Werbung für eine Namensschuldverschreibung hat die Verbraucherzentrale Hessen den Anbieter Lacuna GmbH (bis Januar 2017 Lacuna AG) erfolgreich abgemahnt. Das Unternehmen hatte gesetzliche Regelungen zur Werbung für Vermögensanlagen nicht eingehalten und war im Rahmen einer Marktwächteruntersuchung aufgefallen. Für die meisten Anbieter auf dem Grauen Kapitalmarkt ist der Risikohinweis verpflichtend. Das Marktwächter Team der Verbraucherzentrale Hessen stellt hierbei immer wieder Rechtsverstöße von Anbietern fest.