Ein Jahr gesetzliche Kontowechselhilfe

07.05.2018

Bekanntheit, Nutzung und Probleme

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eine männliche Hand mit Stift eine weibliche mit Taschenrechner beim Kontowechsel
Ein Jahr gesetzliche Kontowechselhilfe
© Psphotography / Fotolia

Mit der Einführung der gesetzlichen Kontowechselhilfe im September 2016 soll der Wechsel des Girokontos so einfach wie noch nie sein. Verbraucher können mit dem Formular einfach ihre neue Bank beauftragen, den Wechsel und alle Umstellungen für sie zu erledigen. Doch was in der Theorie einfach klingt, stellt sich in der Praxis mitunter als problembehaftet dar.

Das zeigt eine Untersuchung des Marktwächter-Teams der Verbraucherzentrale Sachsen. Zum einjährigen Bestehen der gesetzlichen Kontowechselhilfe im September 2017 betrachteten die Experten, wie bekannt diese ist, ob sie von Verbrauchern genutzt wird, reibungslos funktioniert und inwiefern sie Vorteile mit sich bringt. Als Datenquellen dienten eine repräsentative Bevölkerungsumfrage, Beschwerden aus dem Frühwarnnetzwerk der Verbraucherzentralen, Ergebnisse aus einem Verbraucheraufruf auf dem Internetportal www.marktwaechter.de sowie die Analyse der Internetauftritte von 51 Kreditinstituten.

Neben der geringen Bekanntheit, optimierungsbedürftiger Informationspraxis der Kreditinstitute und der geringen Nutzung der gesetzlichen Kontowechselhilfe stellten die Marktwächter-Experten fest, dass diese nicht immer problemlos funktioniert.

Der Kurzbericht fasst die zentralen Ergebnisse der Untersuchung anschaulich zusammen und stellt die gefundenen Schwierigkeiten bei der Umsetzung und teilweise strukturellen Probleme beim Kontowechsel heraus.

Methodik der Bevölkerungsumfrage

Die Erhebung erfolgte mittels Interviews (CATI) anhand eines strukturierten Fragebogens. Befragt wurde eine repräsentative Stichprobe deutschsprachiger Personen ab 18 Jahren, die min. ein Girokonto bei einer Bank oder Sparkasse führen. Insgesamt wurden 1.800 Personen befragt. Die Befragung erfolgte im Zeitraum zwischen dem 17.08. und dem 31.08.2017. Durchführendes Institut: forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH. Statistische Fehlertoleranz: max. +/- 2 Prozentpunkte.

Teamleitung

Kerstin Schultz
Kerstin Schultz
Marktwächter Finanzen
Verbraucherzentrale Sachsen

Ansprechpartner

Timo Beyer
Teamleiter Marktwächter Kommunikation
(030) 258 00-529
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