Digitaler Wareneinkauf

28.11.2015

Fragwürdiger Komfort beim Online-Einkauf

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Einkaufswagen auf Tablet
Digitaler Wareneinkauf
© stockpics/Fotolia

Die Vorteile beim Online-Shopping liegen auf der Hand: Bequem nach Produkten stöbern, Preise vergleichen, Ware nach Hause liefern lassen, und wenn sie nicht gefällt – zurücksenden. 2014 waren es laut des Statistischen Bundesamtes schon mehr als 47 Millionen Deutsche, die online bestellten. Um neue Trends, Chancen und Probleme zu untersuchen, aber auch nach schwarzen Schafen zu fahnden, nimmt die Verbraucherzentrale Brandenburg als Marktwächter den digitalen Wareneinkauf genauer in den Blick.

In Deutschland werden in 2015 laut des Handelsverbandes Deutschland (HDE) im Online-Handel Waren im Wert von circa 43,6 Milliarden Euro umgesetzt. Das entspricht etwa elf Prozent am Gesamtumsatz des Einzelhandels. Verbraucher kaufen online vor allem Technik, Sportartikel, Kleidung und Schuhe. Zunehmend bestellen sie auch Waren für den täglichen Bedarf, darunter Lebensmittel, Getränke oder Kosmetika. Möglich wird dies durch veränderte Geschäftsmodelle wie beispielsweise E-Commerce und neue Unternehmen am Markt. So verändert und beeinflusst der Einsatz neuer Technologien, wie beispielsweise Near Field Communication, Beacons oder Visual Tagging zunehmend das Einkaufsverhalten.

Einkaufswelt mit neuen Regeln für Verbraucher 

Verbraucher kaufen nicht mehr nur im Laden oder zu Hause am PC ein, zunehmend nutzen sie dafür ihr Tablet oder Smartphone. Auch gerne im Zug, Bus, auf dem Weg zur Arbeit oder in die Schule. Zwischendurch besuchen sie die Boutique um die Ecke, um dann doch lieber am Abend bequem von der Couch zu bestellen. Bezahlt wird häufig sofort: über Anbieter wie PayPal oder per Sofortüberweisung. Das Einkaufverhalten der Verbraucher verändert sich; die Zukunft des Handels und die neuen Regeln entstehen online.

So müssen Verbraucher lernen, die neuen Technologien besser zu verstehen und anzuwenden, alte Gewohnheiten anzupassen sowie den Einkaufsprozess vom Bezahlen bis zum Versand neu zu verinnerlichen. Daher ist die Transparenz von Angeboten und Dienstleistungen in diesem Bereich essenziell für das Vertrauen der Verbraucher. Ihre Daten und Informationen erhalten nämlich eine neue Wertigkeit: Dieser müssen sie sich bewusst werden, achtsam damit umgehen und sie als wertvolles Gut zu verstehen lernen.

Brandenburg nimmt als Marktwächter Digitalen Wareneinkauf unter die Lupe

Um Verbraucher frühzeitig über Trends, Herausforderungen und schwarze Schafe zu informieren sowie die Politik rechtzeitig auffordern zu können, strukturellen Problemen nachzugehen, wertet die Verbraucherzentrale Brandenburg bundesweit Verbraucheranfragen, -hinweise und -beschwerden zum Einkaufen im Internet aus. Zudem führt sie empirische Untersuchungen durch und beobachtet kontinuierlich das Marktgeschehen. 

Teamleitung

Dr. Kirsti Dautzenberg
Marktwächter Digitale Welt
Verbraucherzentrale Brandenburg

Ansprechpartner

Ariane Jordan
Ariane Jordan
Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
(030) 258 00-515
Yasmin Kirzeder
Yasmin Kirzeder
Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
(030) 258 00-535
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Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
(030) 258 00-529
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